Donnerstag,12.07.2018 – Szenario:

In Viersen fährt auf dem Omperter Weg ein PKW mit überhöhter Geschwindigkeit in einer Kurvenfahrt gegen eine Gebäudeecke. Zwei der 3 Insassen, junge Männer, verschwinden, augenscheinlich verletzt, über einen Landwirtschaftsweg Richtung Beberich und lassen eine schwangere Junge Frau am Steuer des verunfallten Wagens zurück.

Die eintreffende Feuerwehr-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Süd eilt vom Gerätehaus an der Berliner Höhe zur Unfallstelle. Nach Aufnahme der Fakten alarmiert der Feuerwehr-Einheitsführer die Freie Rettungshundestaffel des Kreises Viersen DRV, die an diesem Abend einen Übungsdienst mit Ihren Partnern, der Freien Rettungshundestaffel Krefeld DRV durchführen.

Was sich überaus realistisch anhört, fand bis hierhin nur in den Köpfen der Planer einer „Präsentations-Einsatzübung“ für die o.g. Einheiten statt. Teilweise zum besseren Verständnis für die Beteiligten in skizzierter Form dargestellt.

Alle folgenden Schilderungen sind reale Abläufe:

So dauert es dann auch nicht lange, bis die RH-Staffeln am Gerätehaus Süd eintreffen, um nach einer ersten Lage-Besprechung an die Unfallstelle abzurücken. Dort informiert der Gruppenführer der Feuerwehr die Einsatzabschnittsleiterin der gemeinschaftlich agierenden Rettungshunde-Staffeln über die bisher erfasste Lage.

Die „zurück-gelassene Schwangere“ gibt den recherchierenden Hundeführerinnen Auskunft darüber, welcher der Verschwundenen wo im Auto gesessen hat und welches Kleidungsstück der Beiden wem gehört. Diese Geruchs-Gegenstände werden den ersten beiden Mantrailern in einem zeitlichen Abstand vor die Nase gehalten und los geht Suche. Zielstrebig nehmen die Hunde ihren „Trail“ auf.

Da,wo die Wege enden oder in dichtes Waldgebiet münden, werden Flächenhunde eingesetzt. Nicht lange nach den Ansätzen hört man das „Signal“ der Vierbeiner : “ ANZEIGE ! “ und bald darauf tönt es aus dem Funkgerät: “ FUND ! „

Die von der RH-Staffel-Einsatzleitung alarmierte Feuerwehr wird zur Bergung der mittlerweile „Bewusstlosen“ benötigt (Anweisung von einem der Übungsleiter an die „Vermissten“: „Ihr seid stumm, wenn man Euch gefunden hat! Bewusstlos aufgrund verschiedener Möglichkeiten.“

Angeleitet von einem pensionierten Feuerwehrmann und ex-THW-Zugführer des Bergungsdienstes in den Reihen der Krefelder RHS werden 2 Personen mit verschiedenen Methoden von den engagiert arbeitenden Freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem unwegsamen Gelände, unter Einhalten der größtmöglichen eigenen Sicherheit, geborgen und dem (taktisch vorhandenen) Rettungsdienst übergeben.

Bei der anschließenden Übungsreflexion bei Gegrilltem und kühlem Nass für die ausgetrockneten Kehlen am Gerätehaus Helenabrunn versicherten die Beteiligten, dass dies vielleicht nicht das letzte Mal war, dass man zusammenkommt. Es war, wie eine Staffel-Freundin sagte, „ein rundum gelungener Abend“

Na, das schreit ja förmlich nach Neu-Auflage in der Zukunft…